Freitag, 03.02.2017

Gut angekommen - meine ersten Tage :-)

Mein Flug startete um 20:30 Uhr in Frankfurt mit Emirates (Premiere für mich) und hatte nach 6,5 Stunden Flug einen Zwischenstopp in Dubai. Dubai hat aktuell eine Zeitverschiebung von 3 Stunden, daher war es für mich statt 6:00  Uhr Ortszeit  gefühlt 3:00 Uhr morgens - dementsprechend müde war ich und konnte leider auch nicht wirklich schlafen. Dubai selbst habe ich nur von oben aus dem Flieger sehen können, da 4 Stunden Aufenthalt zu wenig waren um in die Stadt zu fahren. Im Flugzeug hatte ich immer nette und offene Nebensitzer und zum Glück ein Platz dazwischen frei, so dass es nicht so eng war. Nachdem es weiter nach Durban ging und ich dort angekommen bin ging es zunächst an die Immigration - die sich etwas in die Länge zog und ich Angst hatte, dass mein besteller Fahrer von der Uni nicht mehr da ist. Nachdem ich mein Stempel bekam und auch mein Koffer gefunden hatte musste ich zum Abschluss leider auch noch durch den Zoll bevor ich endlich raus durfte. Dort wurde meine Befürchtung wahr und es stand leider kein Mensch mit meinem Namensschild da und ich fühlte mich ohne Handyemfpang zunächst alleine und in Stich gelassen. Zum Glück traf ich ein paar andere DHBW Studenten, die auch mit dem Flieger angekommen sind. Nachdem ich immer wieder nach dem Fahrer schaute und nach 2 Stunden immer noch keiner da war, habe ich mit den anderen deutschen ein Taxi geteilt und bin zu später Stunde endlich in meiner Unterkunft angekommen. Wie ihr lesen könnt, ein etwas holpriger Start :-(

Umso besser und herzlicher war die Ankunft hier im Guesthouse. Hier wohnen neben mir noch 5 weitere deutsche Studentinnen aus der DHBW. Unsere Vermieterin Barbara, die sich selbst als unsere "Guestmami" bezeichnet hat mir extra noch ein typisch südafrikanisches Abendessen namens "Bunny Chow" geholt - sehr sehr lieb und lecker. Nachdem wir alle noch ein bisschen geplaudert haben und ich mein Zimmer noch bezog ging es solangsam auch ins Bettchen, da der lange Flug anstrengend war.

Am nächsten Morgen hat Barbara mich und Lydia (studiert im selben Kurs wie ich) uns abgeholt, da die anderen Mädels bereits ein Tag vorher angereist sind. Zusammen mit Barbaras Auto sind wir in die nicht weit entfernte Musgrave Mall gefahren, das ist ein typisches Einkaufscenter wie bei uns in Deutschland. Dort hat sie uns zur Bank gebracht, an der wir sicher Geld abheben konnten. Danach ging es in einen Supermarkt in der Mall, so dass Lydia und ich erst einmal ein paar Grundlagen einkaufen konnten. Schnell haben wir aber festgestellt, dass die Preise ziemlich den deutschen Preise nahe kommen - leider. Jede Kasse besteht aus einer Kassierin und einer Frau, die die gekaufte Ware in Tüten für einen einpackt - auch neu für uns. Nachdem wir alles eingepackt haben und es in Barbaras Auto verstaut hatten, sind wir wieder nach Hause gefahren um alles in den Kühlschrank zu packen. Danach war Barbara so lieb und fuhr uns zum Strand, der zu Fuß viel zu weit entfernt liegt und die durchquerenden Vierteln nicht die sichersten wären. Generell ist hier als Fortbewegungsmittel "Uber" das Beste, dabei handelt es sich um eine App in der man ein Taxi bestellen kann und gleich sein Zielort angibt. Bei den "Taxis" handelt es sich um private Autofahrer, die ebenso die Uber App haben und je nach Standort dann deine Fahrtanfrage annehmen können und dich abholen. Auf der App kann man dann erstens den Preis sehen und zweitens auch die Route die er fährt und welches Auto kommen wird - das ist ganz praktisch so kann man ganz auf der sicheren Seite sein und nach meinen ersten Erfahrungen ist das ganze auch sehr sicher. 

Am Strand angekommen hat uns Barbara zu den anderen Mädels aus unserem Haus gebracht, da sie ja schon eingekauft hatten. Die Promenade von Durban ist ganz nett, aber habe auch schon schönere gesehen. Ebenso der Strand ist ein typischer Stadtstrand. Der Strand ist nicht der säuberste, dafür das Meer aber sauber. Hier haben wir uns dann auch direkt erstmal unseren ersten Sonnenbrand eingefangen - es ist ja schließlich auch ein sehr großer Schock von Minustemperaturen in Deutschland zu Hitzewellen in Durban ;-) Aktuell ist hier Sommer, also immer die umgekehrte Jahreszeit zu Deutschland. Ab April wird es dann langsam etwas "kühler" und geht in den Herbst hinüber. Nach Aussagen von einem Taxifahrer sind die Wintertemperaturen hier bei 10-15 Grad und für sie relevativ kalt :D Nach Hause sind wir dann mit Uber gefahren, hier hatte ich meine erste Erfahrung und war sehr positiv überrascht über die Abwicklung und fühlte mich mehr als sicher. Zu Hause überlegten Lydia und ich was für ein Trip wir am Wochenende machen könnten und recherchierten ein wenig. Abends bereiteten wir uns dann auf die Uni am nächsten Tag vor, wo ein Orientierungstag statt finden sollte. 

Der Orientierungstag verlieft am nächsten Tag leider etwas sehr chaotisch. An dem Tag sahen und betraten wir auch das erste Mal die Uni. Die Uni ist sehr groß und besteht aus mehreren Häuserblocken, so das man am Anfang ersteinmal aufgeschmissen ist, wo man hin soll. Nette Angestellte erkannten an unserer Hautfarben direkt, das wir Austauschstudenten sind und halfen uns freundlich weiter. An der Uni sind wirklich nur dunkelhäutige Menschen unterwegs und man fällt sehr auf - das ich aber nicht negativ klingen soll. Wir mussten für den Orientierungstag in ein Raum neben dem International Office, das zuständig für uns Austauschschüler ist. Das Resultat aus 4 Stunden war ein nicht klimatisierter Raum, viel Warten und nur organisatorisches, das eigentlich im Vorfeld schon ausgefüllt wurde. Danach gab es einen kleinen Rundgang auf dem Campusgelände und es wurde uns gezeigt, wo man die Studiengebühren zahlen kann. Selbst hier ist das alles in einem extra Raum abgesichert und wird extra mit Security Menschen bewacht. Nachdem wir das absolvierten, haben wir versucht schon einige Stundenpläne von unseren Dozenten zu erlangen. Leider war das alles mehr als chaotisch, da die Uni offiziell erst am Montag begann und auch noch nich viele Stundenpläne vorhanden waren. Es ist hier nicht wie in Deutschland, dass man die Pläne einfach online in das Internet für alle stellt sondern man von A nach C zurück nach B und so weiter sich durchkämpfen muss. Etwas erfolglos und ziemlich genervt sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren. Wir sind eben  zu verwöhnt von der DHBW was das Thema betrifft ;-) Am Abend haben Lydia und ich uns einen Mietwagen gebucht und werden die das Wochenende an die Südküste fahren, da die Uni erst ab Montag beginnt :-) 

   Strand mit Stadion von WM 2010 im Hintergrund