Sonntag, 05.03.2017

3. Wochenendtrip: St. Lucia

Nach langer Schreibpause melde ich mich zurück. Anfang März ging es bei meinem 4. Wochenendtrip 3 Nächte nach St. Lucia, das etwa 2,5 Stunden nördlich von Durban am indischen Ozean liegt. Zusammen mit meinen Mädels aus der WG und den zwei weiteren Studenten Melli und Jonas sind wir mit zwei Mietwägen donnerstags gestartet. Der Linksverkehr taugt mir mittlerweile sehr und hoffe den kann ich in Deutschland wieder schnell ablegen bevor ich zum Geisterfahrer werde :D 

St. Luica ist bekannt für seine Hippos, vor denen man schon Kilometer davor mit Schildern gewarnt wird, dass es die Straße überkreuzen könnte. Ist uns zum Glück nicht passiert. Ob man es glaubt oder nicht, Menschen sterben eher an der Begegnung mit Hippos als mit Löwen. Hippos können bis zu 40 km/h rennen und deren massigen Körper und langen spitzen Zähnen möchte ich keine Berührung machen. 

Angekommen an unserem Hostel war ich mehr als beeindruckt. Es war das schönste und sauberste Hostel bei dem ich je war (Monzi Safari Backpackers). Auch wenn wir zusammen in einem Schlafsaal schlufen, war dieser mehr als sauber, zudem hatten wir zwei große saubere Pools mit komfortablen Liegen, eine offene Küche und sogar Personal, die stets dafür sorgte das es überrall zu jeder Minute sauber ist. So fühlten wir uns dort sehr wohl und relaxten nach der Fahrt erst einmal eine Runde am Pool. St. Lucia ist relativ klein und besteht gefühlt nur aus Hostels/Hotels/Restaurants/Supermärkten und Reiseanbietern. Man fühlte sich wie in einem kleinen Urlaubsort, alles war  zu Fuß erreichbar (Aber immer beim rausgehen auf die Hippos achten ;)). Am Spätnachmittag nahmen wir an einer Hippo Sundowner Tour auf den naheliegenden Fluss und sind auf Entdeckungstour nach Hippos gegangen. Ziemlich schnell zeigten sich die ersten Hippos. Da sie meist nur im Wasser sind, kann man die Masse des Tieres garnicht einschätzen. Interessant ist wie die Hippos schlafen im Wasser, sie legen ihren Kopf einfach auf ein anderes Hippo. Auf dem Rückweg ging die Sonne langsam unter und wir entdeckten zum Abschluss noch ein Krokodil. Am Abend kochten wir in der Küche im Hostel zusammen und ließen den Abend ausklingen.

St. Lucia ist ebenso bekannt für den Nationalparks iSimangaliso Wetland Park sowie Hluhluwe-Park (Sprich: Schuschlui-Park). Zu dem letzteren genannten Park ging es am nächsten Morgen und es hieß um 4 Uhr aufstehen, da die Tour um 5 Uhr startete. Ich freute mich richtig, da es meine erste Safari war und sogar typisch in einem Safari Jeep. Von daher war ich auch relativ fit um die Zeit. Von unserem Ranger wurden wir direkt am Hostel abgeholt und wir fuhren erstmal eine Stunde zum Park, wo langsam ein wunderschöner Sonnenaufgang startete. In den Park reingefahren kamen natürlich nicht gleich links und rechts die Tiere, man muss wirklich immer genau hinschauen, da sie wirklich gut getarnt sind. Aber es macht Spaß, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu erleben. Unser erster Blickfang waren Giraffen, die etwa 10 Meter von uns entfernt waren. Davon war ich schon begeistert, auch wenn später die Tiere noch näher an unserem Jeep waren. Generell darf man in solchen Parks nie aus dem Auto aussteigen und auch nicht die Hand aus dem Auto strecken oder ans Auto klopfen, damit sie sich umdrehen. 

In der Tour war ein Frühstück und ein Braii (Afrikanisches Wort für Barbecue / Grillen) am Mittag enthalten. Beim Frühstück dachte jeder man bekommt ein Sandwich, aber unser Ranger hat richtig aufgetischt - sogar mit afrikanischer Tischdecke. Gestärkt ging die Suche nach Tieren weiter und wir sahen an dem Tag neben den Giraffen auch sehr viele Antilopen, Knus, Büffel, Nashörner, Zebras, Elefanten, Wildschweine, viele Vögel und als Highlight sogar einen Geparden. Dabei hatten wir sehr viel Glück, da es im ganzen Park nur 9 (!) davon gibt. Kein Glück hatten wir leider bei den Löwen. An dem Tag wurde es bis zu 35-gefühlt 40 Grad, da flüchteten die meisten Tiere wohl nur an Schattenplätzen. Als Abschluss gab es dann das Braii, das unwerfend war und sehr lecker! So startete meine Grillsaison dieses Jahr schon sehr früh ;P 

Trotz das die Tour sehr viel Spaß gemacht hat, schlaucht sie sehr, da es anstrengend ist den 8 Stunden nach Tieren Ausschau zu halten - vorallem wenn man seit 4 Uhr morgens wach ist. Zurück am Hostel lagen wir erstmal alle wieder am Pool und gingen relativ früh schlafen. Am nächsten Tag stand eine geführte Nachtsafari auf dem Plan, wie es schon sagt erst am Abend begann. Tagsüber verbrachten wir die meisten Zeit wieder am Pool und sind gegen Spätnachmittag auf die Suche nach einem Antilopenrestaurant gegeangen, da wir das Tier mal probieren wollten. Leider ist gerade nicht die Saison und keiner bot es an. Selbst der Metzger hatte es nicht, aber verkaufte uns ein anderes Tier, das aussah wie ein Knu. Ein Restaurant war so nett und grillte es für uns am Abend gegen einen kleinen Obulus. Leider war es relativ zäh, aber da das Fleisch in Südafrika relativ günstig ist, ist das nun kein Abbruch - hauptsache mal probiert. Etwas später ging dann die Nachtsafari los. Jonas und ich bekamen einen Fluter in die Hand und die anderen 6 durften bei der Entdeckungsjagd mitsuchen. Diesmal ging es aber nicht in den Hluhluwe-Park, sondern in den nur 10 Minuten entfernten  iSimangaliso Wetland Park. Neben unzähligen Antilopen entdeckten wir eine ganze Büffelherde, die etwa 4 Meter von uns entfernt war. Das war unser Highlight - aber nicht als sie sich plötzlich bewegten und wir Panik hatten, das sie auf uns los rennen :D Selbst unser Fahrer hat kurz geschluckt und ist schnell weiter gefahren. Zudem haben wir auch Giraffen, Zebras, Hippos, Knus aus weiterer Entfernung gesehen. Leider keinen Elefanten und Löwen. Löwen hat der Park sowieso nicht gehabt. Die Nachtsafari war ziemlich schnell vorbei, aber hat viel Spaß gemacht - sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und checkten aus. Es ging nochmal in den iSimangaliso Wetland Park auf eigene Faust in Richtung an einer der schönsten Strände hier: Cape Vidal. Kilometerweiter fast weißer und sauberer Strand in einer traumhaften Kulisse. Dort war der Plan schnorcheln zu gehen, das für mich wiederum Premiere war. Leider waren die starken Wellen für mich ein zu großes Hinterniss und ich brach das Schnorcheln relativ schnell ab, wie ein paar weitere Mädels auch. Dafür hatten wir dann mehr Zeit an dem tollen Strand uns zu sonnen, bevor es später dann wieder in Richtung Durban ging. Zusammengefasst: Ein rundumgelungener Ausflug mit sehr viel Spaß und neuen Eindrücken sowie einer echt tollen Reisegruppe!

 

Hippo Bootstour Unser Safari Jeep Frühstück zur StärkungDie ersten Tierchen .. gefolgt von vielen weiteren.. teilweise sehr sehr nah oder auch etwas weiter weg Die Büffelherde der Nachtsafari Cape Vidal - richtig schön dort!!