Sonntag, 30.04.2017

Time to say goodbye

Nach 3 Monaten ist es jetzt an der Zeit leider schon sich von Südafrika zu verabschieden. Die Zeit verging so schnell, aber ich hab hier für diese Zeit so viel erlebt und bin glücklich, dass ich diese Entscheidung getroffen habe hier her zu gehen. 

Ich gehe hier mit einem freudigen und einem traurigen Auge. Ich freue mich wirklich auf Deutschland meine Familie, Freund und Freund wieder zu sehen, aber trotzdem ist es schade, dass diese Zeit hier nun vorbei ist. Vorallem da man diese Zeit in den nächsten Jahren wahrscheinlich nicht wieder haben wird. Ich gehe hier mit tollen Eindrücken von den unglaublich netten einheimischen Leuten, tollen Landschaften, Stränden, Plätzen, Kulturen und vorallem die Freunde die ich hier gewonnen habe, vorallem meine Mitbewohnerinnen in meiner WG (natürlich auch Melli und Jonas, die fast bei uns wohnten ;)) und unserer Vermieterin und zeitgleich Gastmama Barbara. Eine Zeit die ich nie vergessen werde - vielen Dank auch an meinen Arbeitgeber, dass ich diese Chance in meinen Studium nutzen durfte. Goodbye South Africa - it was a pleasure! 

Unsere WG mit Barbara :)

Samstag, 22.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 16-18

Am nächsten Tag nahmen wir wieder den Intercape Bus um nach Johannesburg (Jburg) zu fahren. Dort durften wir bei einem deutsch/südafrikanischen Pärchen hausen, die Flo flüchtig kennt :) Verena kommt aus Deutschland und ist für Roman nach Johannesburg gezogen, der eigentlich Österreicher ist aber in Südafrika geboren und aufgewachsen ist. Für uns war es nach den vielen Hosteln wirklich ein ziemlicher Luxus und die zwei waren mehr als super Gastgeber, wir fühlten uns sehr sehr wohl! Vorallem Verena die Gastgeberin zauberte uns typisch deutsches Essen, das sehr lecker war und mir ein Stück aus der Heimat gab. Die zwei gaben uns Tipps, was wir am Tag darauf besichtigen konnten, was ich super fand, da es eben nicht die typsichen Dinge aus dem Reiseführer sind. So schauten wir uns 44 Stanley, den Stadtteil Braamfontein und Parkhurst auf eigene Faust an, was mich beeindruckte, vorallem da ich von Joburg nur negatives hörte. Am nächsten Tag nahmen sich die zwei Zeit für uns und unternehmen mit uns die Rote Bus Tour (der typische Touribus) und besuchten mit uns Soweto (SouthWestTownship), das eine eigene Stadt mit Township ist. War ebenso sehr interessant, um Joburg auf der schnellsten Art etwas zu sehen. Am Morgen waren wir nochmal in Braamfontein am Neighbourgoods Market, ich sag euch für mich war es das Paradies. Essen aus jeder Nation, liebevoll und mit Herz angerichtet, chilliger Musik, absolut tolles Flair! Wenn es sowas doch nur in Deutschland geben könnte.. da kommen die Streetfoodfestivals niemand heran. War einer meiner Highlights in Joburg. 

Nach der Tour fuhren wir mit dem Auto Richtung Abendessen. Roman unser Gastgeber, zeigte uns auf dem Weg noch seine frühere Schule sowie Mandelas Haus, in dem er zuletzt wohnte. Zum Abendessen ging es ins Montecasino ging. Wie der Name schon sagt ein Casino, aber ein besonderes. Ein riesen Gebäudekomplex, das auch in Italien stehen könnte, mit lauter Restaurants und kleineren Shops, Kino, Theater und in der Mitte das Casino. Das Gebäude ist in Tag und Nacht (Decke) aufgeteilt. Bei Nacht ist das Casino, Restaurant und Theater.. bei Tag eher die Fast Food Restaurants und Kino. Das Besondere ist, egal zu welcher Tageszeit es ist wirklich alles so konzipiert und gestaltet, dass man wirklich denkt es ist Tag / Nacht. Ebenso mein Highlight in Joburg, da man sich in einer anderen Welt fühlte. Als Abschluss in Jburg gingen wir dort beim Griechen essen und am nächsten Tag ging dann unser Flieger nach Durban zurück. 

Fazit Johannesburg: Joburg kann man nicht vergleichen mit Durban oder Kapstadt. Jede Stadt hat seinen eigenen Flair. Es hat sich in meinen Augen definitiv gelohnt noch nach Joburg zu gehen, das anfangs eigentlich nicht geplant war, da jeder uns abgeraten hat da es dort nicht schön und nur gefährlich sei. Klar kann das sein und ist dort in der Innenstadt auch so, aber wir hatten durch Verena und Roman wirklich Glück auf die schönen Ecken kennen zu lernen und einen anderen Blickwinkel zu Joburg zu bekommen - vielen vielen Dank nochmal! 

Bilder folgen bei besserem WLAN in Deutschland ;) 

 

Dienstag, 18.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 13-15

Viel viel komfortabler ging es am nächsten Morgen für Lydia und mich nach Nelspruit (Südafrika). Wir nahmen den Intercape Bus, das wie ein normaler Reisebus in Deutschland vergleichbar ist. An der Grenze mussten wir erst einmal wieder nach Südafrika einreisen, das etwa eine Stunde dauerte.. das schätzt man in Europa schon, einfach zu Land zu Land einfach einreisen zu können. Nelspruit liegt in der Nähe vom Krüger Nationalpark, den wir den übernächsten Tag besuchten. Unser Hostelbesitzer Paul half uns bei unserer Route im Krüger. Das Hostel in Nelspruit war spitze (Nelspruit Backpackers). Paul und seine Familie lebten dort selbst und man fühlte sich als würde man bei einer Familie zu Hause zu Gast sein. Die Familie war super gastfreundlich zu uns. 

Bevor es zum Krüger ging, ging es ein Tag zuvor bei Sonnenschein die wunderschöne Panorama Route zum Blyde River Canyon entlang. Kann ich nur empfehlen! Tolle Wasserfälle und Ausichtspunkte! Uns wurde schon vorgewarnt, dass die Straßen viele Schlaglöcher haben, denen wir immer gut ausweichen konnten. Am Ende machten wir noch Halt bei Harrys Pancakes, wie der Name schon sagt, haben wir dort leckere salzige und süße Pancakes gespeisst. Absolut lecker! Generell werde ich die Restaurantpreise zu der Qualität in Südafrika vermissen :D wirklich günstig im Verhältnis zu Deutschland. 

Abends nächtigten wir in Hazyview, da der Ort nur 15 Minuten Fahrtweg zum Gate des Krügers entfernt war. Auch das Hostel war wieder spitze und die Besitzer absolut liebenswert. Ich muss sagen, dass die Hostels in Mosambik nie an die Hostels in Südafrika dran kamen.. da ist noch viel Potenzial nach oben. Die Nacht in Hazyview war relativ kurz, da wir um 5 Uhr aufstanden, damit wir um 6 Uhr am Krüger Gate zur Öffnung rechtzeitig ankommen. Leider zerbrach dieser Plan etwa 2 Kilometer vor dem Gate, da es uns mit einem richtig dicken Schlagloch erwischt hat und uns beide linke Reifen demolierte und keine Weiterfahrt möglich war. Wir hatten am Vortag so viel Glück mit diesen Schlaglöchern, aber es war eben noch dunkel und konnte auch nicht mehr ausweichen. Sowas würde es in Deutschland niemals geben. Bei dieser super ausgebauten Straße haben wir auch nicht mit so einem dicken Loch gerechnet. Naja so standen zwei blonde Mädels morgens kurz vor 6 mit zwei platten Reifen am Straßenrand in Südafrika. Unser Mietwagenvermieter machte erst um 7 Uhr auf und ADAC zählt nach Anruf nicht für Mietwägen. Gott sei Dank gibt es so viele nette Menschen, die für uns extra anhielten und alles versuchten um uns zu helfen. Das Problem ist eben, dass wir eben nur einen Ersatzreifen hatten. Irgendwann hielten auch ein paar Locals an und so schnell konnten wir gar nicht schauen, da war der eine Reifen gewechselt und der andere Reifen packte ein Local in ein Auto und fuhr weg. Nach einer halben Stunde kam er wieder mit dem reparierten Reifen und spannte ihn auf unser Mietauto, so dass wir wenigstens bis zur nächsten Mietstation fahren konnten. Derweil hielten auch noch weitere Leute an, die uns "seelisch" einfach beistanden. Wir dachten wirklich der Tag ist gelaufen und es wird nichts mehr mit dem Krüger. Doch an der Mietstation angekommen, ging es für südafrikanische Verhältnisse relativ flott, dass wir einen Ersatzwagen erhielten und uns doch noch auf den Weg in den Krüger machen konnten - zwar 3 Stunden später, aber besser als gar nicht. Das Erlebnis war wirklich Glück im Unglück und danke allen nochmal die uns in der Situation so sehr geholfen haben! 

Nicht so viel Glück hatten wir im Krüger, was die Tierbeobachtungen anging. So viel Glück hätte man an einem Tag vielleicht dann doch nicht haben können? Mein Ziel war ein Löwen und Leoparden zu sehen, da wir die in den anderen Parks noch nicht entdecken konnten. Uns erzählte man auch, dass es im Krüger immer nur von Tieren wimmelt und sie so nah am Auto sind und man viel Pech haben muss, nichts zu sehen. Ja dieses Pech hatten wir wohl und sahen neben vielen Impalas weitentfernte Elefanten, Giraffen, ein Nashornhintern und Shakal. Unser Highlight am Schluss war ein Zebra auf der Straße und der Sonnenuntergang - wahnsinn oder? :D Dafür, dass es nicht unser erster Park war und wir zuvor schon sehr viele Tiere, vorallem in naher Entfernung gesehen haben war es okay. Trotzdem gehe ich jetzt leider aus Südafrika ohne einen Löwen oder Leoparden in freier Wildbahn gesehen zu haben.

Fazit Krüger: Nach so viel Pech bzw auch Glück am Morgen waren wir froh den Krüger Park noch zu sehen, auch wenn wir dabei nicht so erfolgreich waren schöne TIerfotos zu schießen. Wenn mich jemand fragen würde, ob man in Südafrika unbedingt in den Krüger muss, würde ich definitiv "Nein" sagen, wenn man andere Parks in seiner Umgebung hat. Denn der Addo Elephant Park und Hluhluwe-iMfolozi-Park können da sehr gut mithalten. Es gehört eben immer ein gewisses Glück dazu, am richtigen Tag am richtigen Ort zur richtigen Zeit zu sein ;-) 

 

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Sonntag, 16.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 11-12

Am nächsten Morgen/Nacht ging es mit dem Shuttle dann schon wieder zurück nach Maputo, wo wir noch eine Nacht schliefen und danach für Lydia/mich und Melli/Jonas die Wege sich trennten, da wir weiter zum Krüger Nationalpark reisten und Melli/Jonas wieder zurück nach Durban mussten. Auch an diesem Tag konnte mich Maputo nicht wirklich überzeugen, auch wenn wir auf einem schönen Markt und ein Schulkonzert im Park besuchten. 

Fazit Mosambik: Es war zwar schön noch ein weiteres afrikanisches Land, seine Leute und Kultur kennen zu lernen, es hat wirklich schöne Plätze und Strände gehabt aber ob sich die Reise und das Geld nun wirklich gelohnt hat ist bei mir noch ein Fragezeichen. Aber allein der Erfahrung war es wert und die Menschen dort leben noch ein Stück ärmer als in Südafrika, wofür ich mein Leben in Deutschland immer mehr schätze und mich freue bald wieder den Lebensstandard zurück zu haben. 

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Donnerstag, 13.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 7-10

Der Shuttle nach Tofo war zwar etwas größer, allerdings genauso überfüllt und mit einer kaputten Rückenlehne mehr als unbequem und war froh, den Shuttle zu verlassen. 

Ach übrigens ist die Landessprache nicht Englisch, sondern Portugiesisch. Mit etwas Spanisch, Englisch und Händen und Füßen kam man aber sehr gut durch. Auch die Währung war wieder eine andere: Metical (oder wie ich sie nannte: Maputos, da ich mir Metical anfangs irgendwie nie merken konnte). Ebenso herscht gerade in Mosambik hohes Malariarisiko, dagegen wir Malariaprophylaxe einnahmen, uns immer ordentlich mit Peaceful Sleep und Nobite einsprühten und unter einem Moskitonetz schliefen.  

Wie korrupt die Polizei ist, merkten wir unterwegs immer wieder. Wir wurden auf der 9 Stunden Fahrt bestimmt 10mal von der Polizei angehalten, denen der Fahrer immer etwas Geld zustecken muss, damit man keine Probleme bekommt. Daher ist die Polizei in Mosambik eher nicht dein "Freund und Helfer". Unterwegs hielten wir auch einmal an, um einen für uns sinnlosen Malariatest von allen Mitfahrern machen mussten. Wir stiegen aus, haben unsere Hand unter Chlorwasser gewaschen und stiegen wieder in den Bus ein. Uns wurde gesagt, dass man so sehen könnte, ob man Malaria hat - ist klar, Malaria kann man nur an der Hand haben, schwachsinn. Es stand sogar extra eine Krankenschwester dabei. Über diese Story schmunzelte unser Hostelinhaber in Tofo sehr, der übrigens aus Deutschland kommt.

Unser Hostel in Tofo lag direkt am Strand - ein Traum morgens aufzuwachen und 20 Meter vor der Nase den indischen Ozean zu haben. In Tofo verbrachten wir die meiste Zeit in Mosambik. Auch dort gab es keine normalen Straßen, nur Sand Sand Sand. Zum Leidwesen von Lydia, die kein Sand mehr sehen konnte :D Die ersten zwei Tage verbrachten wir wieder am Strand und schauten uns etwas Tofo an, das man in 15 Minuten aber auch schon gesehen hat, da es so ein kleiner Ort ist. Einmal sind wir nach Inhambane auf den Markt, das die nächst größere Stadt ist. An einem anderen Tag unternehmen wir eine Pansy und Barra Insel Tour, bei der wir toll schnorcheln konnten und Einheimische auf der Insel besuchten, wie die dort so leben (richtig Tourimäßig, aber kann man mal machen). Mit einem richtig traditionellen Segelboot sind wir dort hingefahren, allein die Bootsfahrt war das Erlebnis schon wert. Das Wasser war so klar, fast wie in der Karibik und so große bunte Seesterne wie beim Schnorcheln habe ich zuvor noch nie gesehen - war definitv ein gelungener Tagesausflug! 

An unserem letzten Tag in Tofo wollten wir die Ocean Safari machen, dafür Tofo bekannt ist um mit Walhaien zu schnorcheln bzw. man auch Delfine oder Rochen entdecken kann. Die Wahrscheinlichkeit, dass man diese Tiere sieht, ist gerade in Tofo relativ hoch.. doch die ganze Woche hat noch niemand etwas sehen können und wie ihr euch jetzt denken könnt, wir auch nicht. Trotzdem besser versucht, als gar nicht. Ich hätte auch riesigen Respekt vor einem Walhai gehabt, der etwa 12-20 Meter sein kann und der Mund einfach so riesig ist. But no risk no fun. Nicht einmal Delfine konnten wir an dem Tag sehen.. alle haben sich versteckt. Etwas deprimiert ging es dann zurück und gingen als Trost abends gut essen. Da es Karfreitag war gab es für mich nur Fisch/Meeresfrüchte, das man mit einem Hot Stone serviert bekam und sich selbst anbraten konnte. War richtig genial, man kann es sich etwa wie Raclette vorstellen. 

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Montag, 10.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 5-6

Der nächste Plan war nach Maputo (Hauptstadt von Mosambik) zu fahren. Um von A nach B zu kommen nutzen die Mosambiker sogenannte "Chappas", das halb auseinander fallende Minibusse sind - dafür (für uns) relativ günstig. Dieser sollte um 2 Uhr nachts in Ponta do Ouro starten, daher sind wir früh ins Bett um etwas vorzuschlafen, da wir uns schon dachten, das man im Bus nicht wirklich schlafen wird. Um halb 2 nach deutscher Pünktlichkeit waren wir am Abfahrtsort der Busse.. um 2 Uhr sollten die Busse starten..und um 4 Uhr sind wir dann gestartet. Wir mussten noch warten, bis der Fahrer sich ausgeschlafen hat und bis das ganze Gepäck von allen verstaut und jeder bezahlt hat. In ein Minibus passen eigentlich 15 Leute, aber unser Maximum waren etwa 23-25 Personen in den folgenden Tagen. Bequem ist etwas anderes natürlich, die Fahrt war sehr holprig und enger Körperkontakt nicht vermeidbar. Denkt wirklich nie, dass keiner Deutsch versteht. Wir warteten in Ponta do Ouro und plötzlich sprechen einheimische Deutsch zu uns und wir waren völlig verblüfft. Man erklärte uns, dass viele Mosambiker in der DDR als Arbeiter dort tätig waren und nach der Auflösung wieder in ihr Land zurück geschickt wurden. Etwas traurige Geschichte. 

Nach etwa 3 Stunden sind wir in Maputo angekommen und nahmen uns ein normales Taxi zum Hostel. Ich musste erstmal mein Schlaf nachholen, da ich da ja sehr nachtragend bin :D Zu Fuß erkundeten wir am Mittag dann Maputo..ziemlich schnell konnte ich sagen "schön ist was anderes". Klar haben wir nicht jede Ecke der Stadt gesehen und es kann noch schöne Fleckchen haben, aber der Gesamteindruck hat mir nicht gefallen. Daher war ich froh, dass wir dort nur ein Tag blieben und am nächsten Morgen es mit einem etwas größeren Shuttle 9 Stunden weiter in den Norden, nach Praia do Tofo ging.

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Sonntag, 09.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 3-4

Nachdem wir den gesamten Sand von unserem Körper irgendwie losgeworden sind, ging es weiter zur Grenze von Südafrika und Mosambik. Dort stellten wir unser Auto für die nächsten 11 Tage ab, da es nicht erlaubt ist es über die Grenze zu nehmen. Davon abgesehen sind die Straßen in Mosambik ebenso meist nur mit einem 4x4 befahrbar, da es mehr Sand als Straße ist und zudem die Polizei sehr korrupt ist. Unser erster Stop in Mosambik war Ponta do Ouro. Nach Ausreise und Einreise nach Mosambik (Visum kostet leider 70 Euro(!)) wurden wir netterweise von unserem Hostel in Ponta do Ouro abgeholt. Schnell wurde mir bewusst, dass wir die Straßen mit unserem kleinen Mietwagen wirklich niemals fahren könnten..so haben wir uns auch die Straßen in Afrika auch ehrlich gesagt eher vorgestellt. Wie ihr euch vorstellen könnt, war die Fahrt damit sehr holprig. Nach etwa 45 Minuten sind wir am Hostel angekommen und sind am ersten Abend im Hostel geblieben, da der Strand/Zentrum etwas entfernt waren und hier es schon um 17/18 Uhr dunkel wird. Am nächsten Morgen starteten wir dann auf die Märkte, die wir uns ebenso in Afrika vorgestellt haben bevor wir hier her kamen. Gekauft haben wir allerdings nichts, da unser Gepäck auf Handgepäck beschränkt war.

Danach ging es an den wunderschönen Strand von Ponta do Ouro, wo wir uns erst einmal einen Pavillon mieteten, da es Null Schattenplätze gab und gerade ich meinen Sonnenbrand schützen wollte. Dort verbrachten wir wieder einen halben Tag, genossen die Sonne, das Meer und danach einen "leckeren" künstlichen Cocktail bevor es zum Essen ging. Von den anderen deutschen Studenten bekamen wir den Tipp unbedingt zu "Mama Alice" zu gehen, das wir nicht auf Anhieb gefunden haben, da es mitten in einer Wohngegend war und eigentlich einfach im Haus von Alice. Man kann es nicht als Restaurant daher bezeichnen, es war einfach bei Alice in der Küche und wir waren allein. Das hat aber nichts zu heißen, denn mit viel Liebe bereitete Alice und Chicken mit Pommes, Pap und leckerem Salat zu. Mama Alice hat sogar eine eigene Facebook Seite mit Fans :D 

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Freitag, 07.04.2017

Mosambik + Krüger + Joburg: Tag 1-2

Nachdem alle Assignments in der Uni nun abgegeben sind und uns somit noch "freie" 3 Wochen zu standen um mehr von dem tollen Land zu sehen, beschlossen Lydia, Melli und Jonas noch den Norden von Südafrika zusammen mit Mosambik zu erkunden. Wir mieteten uns ein Auto und fuhren Richtung Grenze von Mosambik mit einem nächtlichen Zwischenstopp in Kosi Bay, ein weiterer wunderschöner Strand zum Schnorcheln. Leider konnte man den letzten Abschnitt zum Strand nur zu Fuß 45 Minuten bewältigen, da die Straße zu sandig und nur für 4x4 Wägen vorgesehen ist. Doch wir hatten großes Glück, dass uns ein Pärchen aus Pretoria unterwegs aufsammelten und wir nicht den ganzen Weg zu Fuß laufen in praller Sonne laufen mussten, das in Sand schon anstrengend sein kann. Der Strand von Kosi Bay Mouth erinnerte mich irgendwie sehr an Thailand mit den Bergen, auch wenn ich noch nie dort war. Es war ein relativ verlassener Strand, da nur etwa 20 Autos am Tag rein fahren dürfen. Wir verbrachten den halben Tag dort bei Sonnenschein zum schnorcheln und zum sonnen. Man darf die Sonne wirklich hier nicht unterschätzen, am Ende zog ich mir leider einen starken Sonnenbrand zu. Auf den Weg zurück hatten wir wieder totales Glück, dass das Pärchen genau zur selben Zeit startete und uns wieder den sandigen Weg nach oben mit nahm. Bisher sind wir wirklich nur hilfsbereiten und freundlichen Südafrikanern begegnet, einfach toll! 

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Donnerstag, 23.03.2017

Tag 11: Kapstadt und Abflug

Der letzte Tag in Kapstadt stand an. Flo und ich versuchten es nochmal mit dem Paragliding und tatsächlich konnten wir heute fliegen. Leider war das Wetter bewölkt und die Bilder sehen etwas triste aus. Der Flug war zwar relativ kurz, aber die Erfahrung so frei in der Luft zu sein war genial! Ich wollte da schon immer mal machen, aber nicht einfach so sondern in einer coolen Stadt. Da bot sich Kapstadt ja an ;) - Danke Flo!!

Nun hatten wir noch etwa 3 Stunden Zeit übrig bevor wir zum Flughafen mussten. Ganz Tourimäßig kauften wir uns ein Busticket für den Hop on Hopp Off Bus (die roten Touri Doppeldecker Busse), denn nur so konnten wir in dem kurzen Zeitraum etwas von Kapstadt noch sehen. Die Fahrt ging einfach durch die Innenstadt sowie außen herum. War auf alle Fälle schön alles zu sehen, aber es ist einfach schade, dass nicht mehr Zeit da war. Gerne wäre ich noch auf Robben Island gegangen oder hätte einfach mal an einen der tollen Strände gechillt. Frau kann ja nicht alles haben ;P. 

Um etwa halb2 packten wir dann die Koffer in unser Uber und es hieß Abschied nehmen von dem wunderschönen Kapstadt - der Flug zurück nach Durban wartete :'(

Fazit: Es waren wirklich tolle 10,5 Tage und etwa 1500km Fahrt auf der Garden Route mit tollen unterschiedlichen Landschaften, Strände, Sehenswürdigkeiten. Ich kann gar nicht sagen, was für mich "DAS HIGHLIGHT" war, da es wirklich viele kleinere waren. Zu den größeren zählt für mich auf alle Fälle Kapstadt und den Gang zum Tafelberg/Lions Head, das ich unbedingt erleben wollte. Wie gesagt war die Zeit sehr knapp und manchmal vielleicht etwas stressig. Es gibt noch einige Dinge, die ich zusätzlich noch gern gemacht hätte: wie Whale Watching (Saison ist aber erst ab Juni), Shark Diving, Sand Boarden, Robben Island, etc.. Aber trotzdem haben wir in der Kürze sehr sehr viel Impressionen und Eindrücke bekommen und sogar Flo ist vom Land Südafrka jetzt mehr als begeistert im Vergleich zu davor! Es wird ein Ausflug sein, den ich nicht so schnell wieder vergessen werde und auch jedem nur empfehlen kann das Land zu besuchen, auch wenn es oft verurteilt wird aufgrund seiner Kriminalität. Davon machen wir zum Glück nie Erfahrung, im Gegenteil: wir trafen hier immer auf sehr nette und zuvorkommende einheimische Leute! It was a pleasure to do this trip! 

Paragliding Top!

 

Mittwoch, 22.03.2017

Tag 10: Angekommen in Kapstadt

Auf diesen Tag freute ich mich schon sehr, da es einer meiner großen Highlights und Träume war Kapstadt zu erkunden. Da wir leider relativ wenig Tage in Kapstadt haben, mussten wir alles im Schnelldurchgang machen. Morgens ging es zuerst auf den Tafelberg - aus Zeitgründen natürlich mit der Seilbahn ;P. Nein auch so hätte ich die Seilbahn bevorzugt, da ich mir es nicht 3 Stunden in praller Sonne zu traue nur berg auf zu laufen. Oben angekommen hatten wir wirklich eine Traumaussicht auf Kapstadt!! 

Mittags wollten Flo und ich einen Paragliding Flug vom Signal Hill (ist neben dem Lions Head) machen. Nach einer Stunde auf guten Wind warten vertrösteten sie uns, dass der Flug heute nicht mehr stattfinden kann aber eventuell morgen früh. Etwas enttäuscht sind wir dann an die V+A Waterfront von Kapstadt, ebenso sehenswert zum herum schlendern, Fotos machen, Souvenirs kaufen und etwas zu essen. Highlight an der Waterfront ist neben dem Hafen ein riesen Riesenrad. 

Der Spätnachmittag ging dann sportlich zu: Hoch auf den Lions Head zu Fuß. Der Weg war anfangs noch sehr normal, wurde immer felsiger bis wir zum Schluss auch noch ein paar Kletterpartien einlegen mussten. Total nass sind wir nach einer Stunde endlich oben angekommen und die Aussicht war wieder gigantisch! Wir genoßen dort oben erstmal bei einem Bierchen die Aussicht und den Anfang des Sonnenuntergangs. Im Dunkeln wollten wir den Weg nach unten nicht wagen und haben daher rechtzeitig den Abstieg begonnen und es wurde immer dämmriger. Auf den letzten Metern war es schon ziemlich dunkel und man hatte wieder einen tollen Blick auf Kapstadt bei Nacht. Danach ging es erstmal wieder zurück ins Hostel uns frisch machen, bevor wir dann wieder zur Waterfront gingen um in einen typisches Fischrestaurant den Auslang für den Abend zu machen. 

Hoch gehts auf den Tafelberg Aussicht aus der Gondel Oben angekommen :) Wahnsinns Aussicht! Signal Hill - währenddessen wir auf unseren Abflug zum Paragliding vergeblich warteten  Nicht mehr weit bis zur Spitze vom Lions Head yeah geschafft!  Gruppenbild Traumhafter Sonnenuntergang Kapstadt bei Dämmerung 

Dienstag, 21.03.2017

Tag 9: Auf dem Weg Richtung Kapstadt

Am Tag 9 starteten wir von Hermanus erst zu Bettys Bay. Dort kann man freilebende afrikanische Pinguine beoachten, genauso wie am Boulders Bay - nur nicht ganz so touristisch. Ganz schön süß!

Danach ging der Weg weiter Richtung Cape Point / Kap der guten Hoffnung. Leider wussten wir nicht, dass an diesem Tag ein öffentlicher Feiertag in Südafrika war, dementsprechend voll war dann leider auch der Verkehr und die Strände. Dennoch sind wir gut voran gekommen. Wir legten noch einen Fotostop an den bekannten bunten Strandhäuschen in Muizenberg ein und gingen zwei Orte weiter etwas zu Mittag essen bevor es dann weiter in den Süden ging. 

Am Eingangstour vom Cape Point standen die Autos schon Schlange. Ob das nun aufgrund des Feiertages so extrem war oder generell so ist, können wir natürlich nicht sagen. Nach einer halben Stunde Stop and go konnten wir dann auch ein Ticket kaufen und los Richtung Cape Point düsen. An dem Tag war es mal wieder mehr als heiß und die Sonne brennte herunter. Trotzdem sind wir den kleinen steilen Hügel zum Cape Point hoch gelaufen und hatten eine Aussicht auf den Kap der guten Hoffnung. Eigentlich nichts spektakuläres, aber das gehört bei einer Südafrika Reise eben dazu ;) 

Weiter ging es wieder zurück Richtung Norden - endlich nach Kapstadt City!. Der Weg dorthin an der Küste entlang war traumhaft schön mit den Sonnenstrahlen funkelnd im Meer. Irgendwann war auch der Tafelberg (Seite mit den "12 Aposteln) sowie der Lions Head zu sehen. Ein Traum, dieses Bild kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen. Unser Ziel war unser / mein zweites Air BnB, das sehr zentral und super stylisch war. Einer der top Unterkünften auf der Reise. Eigentlich wollten wir nach der Ankunft noch schnell unseren Mietwagen abgeben, da wir die nächsten Tage wieder Uber benutzten. Der Feiertag setzte uns aber einen Strich durch die Rechnung. 

Pinguin Alarm :) Pinguin Liebe - Pinguine bleiben ein Leben lang seinem Partner treu. Bunte Strandhäuschen von Muizenberg Plötzlich war dort Haialarm und alle Badegäste mussten aus dem Meer heraus. Ein Hai hatten wir aber nicht gesehen

Cape Point Kleine Wanderung nach oben zum Cape Point Aussicht auf den Kap der guten Hoffnung  Kapstadt hat ebenso tolle Strände zu bieten wie bisher die ganze Garden Route Kapstadt rückt näher. Aussicht auf die zwölf Aposteln rechts und der Lions Head links

 

Montag, 20.03.2017

Tag 8 Garden Route: Route 62 + Cape Agulhas + Hermanus

Nach zwei Nächten in Oudtshoorn hatten wir heute eher nur einen Autotag vor uns, da es noch etwa 500 Kilometer nach Kapstadt mit Umwegen waren und nicht mehr so viel Tage. Entlang auf der Route 62, die einen wirklich an die Route 66 in den USA erinnerte (breite Straße, links und rechts alles vertrocknet, kein Auto weit und breit), sind wir nach etwa 2 Stunden an Ronny Sexshop vorbeigekommen. Ein kleiner Shop mitten im Nirgendo auf der Route 62, der in Südafrika bei den Touris sehr bekannt ist. Als die kleine Kneipe vor etlichen Jahren von Ronny gegründet wurde hieß es nur "Ronny Shop" bis eines Nachts jemand das "Sex" mit Graffiti hinsprühte. Die Kneipe ist mittlerweile so kult, dass Ronny sogar Werbe Tshirts verkauft. Innen in der Kneipe hängen über Jahre von Touris dagelassenen und signierten BHs, Unterhosen, Visitenkarte (Würth durfte dabei natürlich nicht fehlen ;P) und Wandbeschriftungen. Die Einrichtung ist etwas in den 70/80er Jahren hängen geblieben. Nachdem wir alles bestaunt hatten haben wir uns ein kleines Frühstück dort gegönnt und sind wieder weiter auf die Route 62 in Richtung Cape Agulhas (2 Stunden). Cape Agulhas ist der südlichste Punkt des afrikanischen Kontinents, nicht, wie oft angenommen, das Kap der Guten Hoffnung. Dort liegt ebenso die Grenze zwischen dem indischen Ozean und dem Atlantik (das man natürlich nicht sieht, nur an der Wassertemperatur merkt. Atlantik viel Kälter). Der Gedanke, das danach nur noch die Antarktis folgt ist schon merkwürdig. Nachdem wir am südlichsten Punkt unsere Bilder gemacht haben, etwas zu Mittag gegessen haben ging es dann nochmal 2 Stunden an der Küste entlang nach Hermanus. Abends sind Flo und ich noch in eine Tapas Bar, das uns die Dame vom Hostel empfohlen hat, da es dort die besten Nachos gibt - und sie hat definitiv nicht gelogen! Hermanus kam uns wie Jeffreys Bay, Knysna, Plettenberg ebenso wie ein kleiner Urlaubsort vor. An der Promenade tummelten sich lauter Restaurants, Bars und Hotels.

 

Route 62 Gleich sind wir in Heidelberg ;P Lydia und ich mit Ronny Souvenir T Shirts Würth ist überrall Kaum Platz mehr an den WändenFlo hat uns heimlich verewigt   Gruppenbild am südlichsten Punkt Afrikas Darauf trinken die Jungs einen

GoPro Unterwassertest im Hostel Die besten Nachos, die wir je gegessen habe!!! Küste Hermanus Katze vom Hotel - dagegen ist meine Shila schlank! 

Sonntag, 19.03.2017

Tag 6+7 Garden Route: Oudtshoorn

Oudtshoorn ist bekannt für seine Straußenfarme und wir wollten unbedingt dort Strauß probieren, zu den Cango Caves (Tropfsteinhöhlen, war ich noch nie), und Cango Wildlife Ranch. In Oudtshoorn hatten wir statt ein Hostel ein Air BnB und nächtigten dort das erste Mal 2 Nächte, das nach täglich Hostelwechsel mal ganz angenehm war. Air BnB war dort meine Premiere für mich und muss sagen finde das eine super Option! 

Am Abend erfüllten wir dann erstmal unseren Soll und genoßen ein Straußensteak. Gegen meine Erwartungen schmeckte es eher wie Rind statt nach Hühnchen. Es war lecker und eine Erfahrung wert, aber ich ziehe ein gutes Rindersteak in Zukunft doch vor. 

Am nächsten Morgen ging es erstmal zu den Cango Caves, dort begneten uns wieder eine Reisegruppe von 70 Deutschen. Somit war die deutsche Führung ausgebucht und wir schlossen uns wieder der kleinen englischen Reisegruppe an. Es war wirklich beeindruckend die Stalaktiten und Stalagmiten, die man nur aus dem Schulunterricht und Bücher kannte in echt zu sehen. 

Danach ging es für Flo und mich zu der Cango Wildlife Ranch. Dort verliebte ich mich in die 9 Monate alte Cheetah Babys die so schnurrten wie meine Shila zu Hause. Leider durfte ich natürlich keinen echten mit nach Hause nehmen, nur in Kuscheltierformat :D Ebenso konnten wir dort Löwen, Leoparden, Krokodile, Hippos, Otter etc. beobachten. Fazit von dem Besuch ist, dass es eindeutig viel cooler ist die Tiere in freier Laufbahn zu sehen. Allerdings ist das bei Löwen, Leoparden und Cheetahs mit sehr viel Glück verbunden. Ich hoffe ja, dass ich noch Löwen in freier Natur erleben werde. Cango Caves - erste Mal TropfsteinhöhleStalaktitenwaren natürlich nicht die einzigen dort ;)Wahnsinn Eingang Wildlife RanchLöwenKrokodilKrokodil DivingErwachsene Cheetahs (Geparden)Leopard*.*Black Label - das beste einheimische Bier hier, hat auch Flo geschmeckt!

 

 

Samstag, 18.03.2017

Tag 5 Garden Route: Kloofing im Kaaimans River (Wilderness)

Tag 5 war das Wetter nicht so schön sonnig wie die letzten Tage, eher bewölkt und kühler. An diesem Tag war Action auf der Tagesordnung und wir buchten die Tage davor eine Kloofing Tour. Kloofing ist in Südafrika ein anderes Wort für Canyoning. Man springt von Felsen/Steinen in die Bächer, schwimmt entlang, springt von Klippen usw.. Das Wasser war pechschwarz und erinnerte einen eher an Bier/Cola :D Für mich wahrscheinlich besser, so wusste ich nicht was im Wasser so herum schwimmte. Dennoch war das Wasser sehr rein und wenn wir Durst hatten, durften wir auch davon trinken. Die Tour ging etwa 4 Stunden - mir persönlich hat es zwar anfangs Spaß gemach aber es war doch sehr monoton, mir fehlte die Abwechslung. Fazit: Kann man mal machen, würde es auf die Art nicht wiederholen. Lieber mit einer Kombi von Abseiling etc. 

Los gehts - kaum verpeilt :D Outfit des Tages Das schwarze Wasser des Kaimans River

(Leider kann ich hier keine Videos hoch laden - gibt es dann privat zu sehen :P) 

Nachdem wir alle wieder trocken waren ging die Fahrt ins Landesinnere nach Oudtshoorn weiter. 

Freitag, 17.03.2017

Tag 4 Garden Route: Plettenberg

Am nächsten Morgen hieß es wieder aufstehen, frühstücken, Sachen packen und weiter geht die Tour. Ziel war diesmal der Robbenberg in Plettenberg. Eine Halbinsel, um die sich viele Robben sammeln sollten. Flo und ich wählten die 5 KM Wander-/Kletterstrecke und waren etwa 2-3 Stunden unterwegs. Viele Robben entdeckten wir nicht, dafür wieder tolle Aussichten und tolle Strände. Danach sind wir noch etwas durch Plettenberg geschlendert und anschließend noch an seinen Strand. Die Häuser dort in Strandnähe sind natürlich auch traumhaft - ich beneide die Leute die dort wohnen schon etwas. Da wir noch etwas Fahrt vor uns hatten ging es dann weiter nach Wilderness, wo wir am nächsten Tag eine Kloofing Tour gebucht hatten. Unterwegs machten wir noch Halt in Knysna am Head, wo man eine tolle Aussicht auf Knysna bei wunderschönem Wetter bestaunen konnte. 

Abends in Wilderness sind Flo und ich noch in ein super Steakrestaurant gegangen, mit einem der besten Steaks, das ich je gegessen habe! Neben uns feierte eine irische Rentnergruppe ihren St. Patricks Day, das auch ziemlich amüsant war zuzuschauen. 

Robbenberg bei fantastischen Wetter Unsere ersten und einzig gesichteten Robben an dem Tag - die können ganz schön stinken Steakrestaurant - war der Hammer

Donnerstag, 16.03.2017

Tag 3 Garden Route: Tsitsikamma Nationalpark

Am nächsten Morgen hieß es nach dem Frühstück wieder auschecken, um unsere Route fortzusetzen in Richtung Tsitsikamma Nationalpark. Das Wetter war seit dem Addo Elephant Park mehr als super und wir hofften, dass es die nächsten Tage so bleibt. Angekommen im Tsitsikamma Nationalpark waren wir alle sehr begeistert von der Natur und dem Meer - Bilder sprechen hier mehr als Worte. Natürlich waren wir hier nicht die einzigen, da es ein touristischer Spot ist und wir gefühlt nur Deutschen über den Weg gelaufen sind. Wir gingen eine kleine Wanderstrecke zu einer dort bekannten Hängebrücke und genossen den Ausblick dort. Danach chillten wir noch am Strand, allerdings ist das Wasser im Vergleich zu Durban richtig kalt und richtig reingehen konnte man nicht - trotzdem war es schön! Da unser nächstes Hostel etwas abseits lag (aber ein Geheimtipp war) und wir noch vor Sonnenuntergang kommen sollten, machten wir uns auf den Weg und verließen den Tsitsikamma Nationalpark. Auf dem Weg sind wir auch noch über eine Brücke, wo man einer der höchsten Bungee Sprünge der Welt (über 200 Meter) machen kann. Da ich nicht kopfüber, nur an einem Fuß befestigt springen kann, ließ ich es sein. Aber bin überzeugt, dass es mega der Adrenalin Kick gibt. 

Das heutige Hostel in der Nähe von Plettenberg hatte wirklich nicht zu viel gesprochen. Dort angekommen waren wir sehr überrascht, da dort viele Volunteers aus Deutschland arbeiteten. Es war schon etwas komisch, den ganzen Tag so viel Deutsch zu hören von anderen Menschen. Das Hostel hatte eine Traumausicht für einen Sonnenuntergang, den wir wieder bei Bierchen und Wein genoßen und danach etwas zu Abend kochten. 

Wenn ihr euch wundert, dass die Tage sich kurz anhören - wir fahren täglich immer fast 200 KM die natürlich auch Zeit einnehmen ;) 

Im Tsitsikamma Park angekommen Die Hängebrücke Der Bungy Jump Absprung..216 Meter können sehr tief sein.. Respekt an die Leute!

Ausblick vom Hostel - Sonnenuntergang Flori und ich :)Genauso schön der Sonnenaufgang

Mittwoch, 15.03.2017

Tag 2 Garden Route: Addo Elephant Park + Jeffreys Bay

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker bereits um 4:30 Uhr. Wir checkten im Hostel aus und fuhren zum Addo Elephant Park, wo die Tour um 5:30 Uhr starten sollte. Es war noch relativ frisch am Morgen, aber es wurde umso wärmer je später es wurde. Die Tour ging zwei Stunden und wir konnten den Sonnenaufgang beobachten, dafür leider nicht viele Tiere. Meine Hoffnung Löwen beim jagen zu sehen blieb weiterhin ein Traum. Es ist eben nie eine Garantie die Tiere zu sehen. Nach der Tour haben wir mit unserem eigenen Auto im Park fortgesetzt. Die ersten 2 Stunden waren genauso "erfolgreich" wie die Sunrise Tour, aber irgendwann begnetenen wir nach vielen Antilopen, Shakalen, Warzenschweinen etc. der ersten Elefantenherde - dafür ist der Park schließlich auch bekannt. Es war richtig spannend den Elefanten beim Trinken und chillen zuzusehen - hört sich langweilig an, müsst es einfach selbst erleben. Als wir weiter fuhren überquerte auch eine ganze Zebraherde unseren Weg, ich liebe diese Tiere! Es war wirklich sehr heiß an diesem Tag und hofften das die Löwen sich an den Wasserlöchern hinlegten - leider nicht. Um etwa 15 Uhr verließen wir dann den Park, ich war trotzdem sehr begeistert! Die Fahrt ging weiter in unser nächstes Hostel in Jeffreys Bay, das um 100mal schöner war als die Nacht davor. Es lag direkt am Strand und wir hatten zu 4 eine eigene Wohnung mit Küche und davor einen Grill. Erst erkundeten wir noch ein bisschen den Strand und schauten den Surfen beim surfen zu (dafür ist Jeffreys Bay wirklich bekannt!) Vorallem von der lockeren Besitzerin Cristal des Hostels waren wir begeistert, denn sie schleppte uns erstmal zum Metzger, damit wir ein typisches südafrikanisches Braai (Grillen/Barbecue) am Abend machen können. Wir waren in der Metzgerei etwas überfordert aber Cristal half uns weiter. So gingen wir mit Lamm, Rind, Biltong (nicht zum Grillen, aber Flo liebt es) und Boerewors (riesen Wurst, die nach Wild schmeckt - typisch Südafrika!) aus dem Laden. Im Supermarkt holten wir dann noch ein paar Beilagen bevor wir dann die Grillvorbereitungen starteten. Ich kann nur schwärmen wie gut das Fleisch schmeckte - viel besser und frischer als in Deutschland und das für einen Minipreis!! Also das werde ich definitv in Deutschland vermissen. Die Fleischqualität ist hier wirklich super und man braucht hier absolut keine Bedenken haben. So ließen wir den Abend gemütlich bei Bier, Wein und Braai ausklingen. 

Sunrise Tour Noch etwas frisch und windig am Morgen Tour beendet - Jetzt gehts weiter auf eigene Faust mit unserem Mietwagen Puma ohne Timon Zebras, die uns den Weg versperrten Direkt vor uns Flo auf Jagd :D Unsere entdeckte Elefantenherde Von klein bis groß alles dabei Elefanten die uns den Weg versperrten und der kleine uns fast ins Auto gerannt ist :D Aussichtspunkt

 

Strand Jeffrey BayBrav Vorbereitung - das ist mal ein Rinderstück Ab auf den Grill

 

Dienstag, 14.03.2017

Tag 1 Garden Route: Port Elizabeth

Nun ist für mich Halbzeit hier in Südafrika, die Zeit vergeht für mich wie im Nu, da ich eben so viel neues erlebe. Zu diesem Anlass kam auch Flo zu mir nach Südafrika für 2 Wochen geflogen und wir planten 10,5 Tage die Garden Route mit Kapstadt zu unternehmen. Das Ganze nicht allein sondern mit Lydia (studiert mit mir im selben Kurs) und ihrem Freund - also klassischer Pärchentrip :D. 

Flo hatte erstmal 1,5 Tage um sich von seinem langen Flug zu erholen und ich zeigte ihm erstmal ein paar Ecken von Durban, wie z.B. meine Uni, den Strand, etc. und lies ihn das traditionelle Bunny Chow von Durban probieren. Genau dasselbe kaufte meine Vermieterin / Gast Mami mir auch bei meiner Ankunft. Ein Toaststapel mit Curry innen gefüllt.

Am nächsten Morgen hieß es früh austehen, da der Flieger um 7:40 Uhr startete und wir natürlich erstmal noch zum Flughafen kommen mussten. Der Flughafen in Durban ist zum Glück so klein und übersichtlich, dass man keine 3 Stunden davor dort sein muss. Der Flieger hob ab in Richtung Port Elizabeth, wo unser eigentlicher Trip der Garden Route dann starten sollte. Die Passagiere im Flieger bestand zu 80 % nur aus Deutschen, da noch eine Leipziger Reisegruppe mit an Board war. In Port Elizabeth angekommen wurden wir leider nicht mit dem besten Wetter begrüßt. Wir holten zunächst erstmal unseren Mietwagen ab und bekamen einen Ford Focus für die nächsten Tage. Dann ging es erstmal los in die Stadt Port Elizabeth, die allerdings nicht so überzeugen konnte. Ganz im Gegenteil ein abgelegener Strand in der Nähe, den man erst über eine Sanddüne erreichen konnte. Auch wenn das Wetter nicht atemberaubend und relativ windig war, war es mehr als schön dort. Wir liefen etwas am Strand entlang, genossen die Ruhe bei einem Bierchen und fuhren anschließend weiter zu unserem ersten Hostel, das noch etwa 70 KM entfernt war. Das Hostel zähle ich nicht zu den besten, aber es war nur 8 KM vom Addo Elephant Park entfernt, in diesen wir am nächsten Tag gehen wollten. Da es bei Safaris immer früh aufstehen heißt und wir eine Sunrise Tour gebucht hatten ist es umso besser je näher die Unterkunft ist. Die Sunrise Tour mussten wir zuvor noch Cash vor Ort bezahlen und so erkundeten wir schon einmal den Weg zum Park. Alt wurden wir an dem Tag nicht, da wir schon relativ früh aufstehen mussten und am nächsten Tag wieder früh aus den Betten mussten. 

Unser Mietwagen für die nächsten Tage Sardinia Bay Beach bei Port Elizabeth - Wetter leider sehr windig, Sonne müsst ihr euch dazu vorstellen ;P  

Sonntag, 05.03.2017

3. Wochenendtrip: St. Lucia

Nach langer Schreibpause melde ich mich zurück. Anfang März ging es bei meinem 4. Wochenendtrip 3 Nächte nach St. Lucia, das etwa 2,5 Stunden nördlich von Durban am indischen Ozean liegt. Zusammen mit meinen Mädels aus der WG und den zwei weiteren Studenten Melli und Jonas sind wir mit zwei Mietwägen donnerstags gestartet. Der Linksverkehr taugt mir mittlerweile sehr und hoffe den kann ich in Deutschland wieder schnell ablegen bevor ich zum Geisterfahrer werde :D 

St. Luica ist bekannt für seine Hippos, vor denen man schon Kilometer davor mit Schildern gewarnt wird, dass es die Straße überkreuzen könnte. Ist uns zum Glück nicht passiert. Ob man es glaubt oder nicht, Menschen sterben eher an der Begegnung mit Hippos als mit Löwen. Hippos können bis zu 40 km/h rennen und deren massigen Körper und langen spitzen Zähnen möchte ich keine Berührung machen. 

Angekommen an unserem Hostel war ich mehr als beeindruckt. Es war das schönste und sauberste Hostel bei dem ich je war (Monzi Safari Backpackers). Auch wenn wir zusammen in einem Schlafsaal schlufen, war dieser mehr als sauber, zudem hatten wir zwei große saubere Pools mit komfortablen Liegen, eine offene Küche und sogar Personal, die stets dafür sorgte das es überrall zu jeder Minute sauber ist. So fühlten wir uns dort sehr wohl und relaxten nach der Fahrt erst einmal eine Runde am Pool. St. Lucia ist relativ klein und besteht gefühlt nur aus Hostels/Hotels/Restaurants/Supermärkten und Reiseanbietern. Man fühlte sich wie in einem kleinen Urlaubsort, alles war  zu Fuß erreichbar (Aber immer beim rausgehen auf die Hippos achten ;)). Am Spätnachmittag nahmen wir an einer Hippo Sundowner Tour auf den naheliegenden Fluss und sind auf Entdeckungstour nach Hippos gegangen. Ziemlich schnell zeigten sich die ersten Hippos. Da sie meist nur im Wasser sind, kann man die Masse des Tieres garnicht einschätzen. Interessant ist wie die Hippos schlafen im Wasser, sie legen ihren Kopf einfach auf ein anderes Hippo. Auf dem Rückweg ging die Sonne langsam unter und wir entdeckten zum Abschluss noch ein Krokodil. Am Abend kochten wir in der Küche im Hostel zusammen und ließen den Abend ausklingen.

St. Lucia ist ebenso bekannt für den Nationalparks iSimangaliso Wetland Park sowie Hluhluwe-Park (Sprich: Schuschlui-Park). Zu dem letzteren genannten Park ging es am nächsten Morgen und es hieß um 4 Uhr aufstehen, da die Tour um 5 Uhr startete. Ich freute mich richtig, da es meine erste Safari war und sogar typisch in einem Safari Jeep. Von daher war ich auch relativ fit um die Zeit. Von unserem Ranger wurden wir direkt am Hostel abgeholt und wir fuhren erstmal eine Stunde zum Park, wo langsam ein wunderschöner Sonnenaufgang startete. In den Park reingefahren kamen natürlich nicht gleich links und rechts die Tiere, man muss wirklich immer genau hinschauen, da sie wirklich gut getarnt sind. Aber es macht Spaß, die Tiere in ihrem natürlichen Lebensumfeld zu erleben. Unser erster Blickfang waren Giraffen, die etwa 10 Meter von uns entfernt waren. Davon war ich schon begeistert, auch wenn später die Tiere noch näher an unserem Jeep waren. Generell darf man in solchen Parks nie aus dem Auto aussteigen und auch nicht die Hand aus dem Auto strecken oder ans Auto klopfen, damit sie sich umdrehen. 

In der Tour war ein Frühstück und ein Braii (Afrikanisches Wort für Barbecue / Grillen) am Mittag enthalten. Beim Frühstück dachte jeder man bekommt ein Sandwich, aber unser Ranger hat richtig aufgetischt - sogar mit afrikanischer Tischdecke. Gestärkt ging die Suche nach Tieren weiter und wir sahen an dem Tag neben den Giraffen auch sehr viele Antilopen, Knus, Büffel, Nashörner, Zebras, Elefanten, Wildschweine, viele Vögel und als Highlight sogar einen Geparden. Dabei hatten wir sehr viel Glück, da es im ganzen Park nur 9 (!) davon gibt. Kein Glück hatten wir leider bei den Löwen. An dem Tag wurde es bis zu 35-gefühlt 40 Grad, da flüchteten die meisten Tiere wohl nur an Schattenplätzen. Als Abschluss gab es dann das Braii, das unwerfend war und sehr lecker! So startete meine Grillsaison dieses Jahr schon sehr früh ;P 

Trotz das die Tour sehr viel Spaß gemacht hat, schlaucht sie sehr, da es anstrengend ist den 8 Stunden nach Tieren Ausschau zu halten - vorallem wenn man seit 4 Uhr morgens wach ist. Zurück am Hostel lagen wir erstmal alle wieder am Pool und gingen relativ früh schlafen. Am nächsten Tag stand eine geführte Nachtsafari auf dem Plan, wie es schon sagt erst am Abend begann. Tagsüber verbrachten wir die meisten Zeit wieder am Pool und sind gegen Spätnachmittag auf die Suche nach einem Antilopenrestaurant gegeangen, da wir das Tier mal probieren wollten. Leider ist gerade nicht die Saison und keiner bot es an. Selbst der Metzger hatte es nicht, aber verkaufte uns ein anderes Tier, das aussah wie ein Knu. Ein Restaurant war so nett und grillte es für uns am Abend gegen einen kleinen Obulus. Leider war es relativ zäh, aber da das Fleisch in Südafrika relativ günstig ist, ist das nun kein Abbruch - hauptsache mal probiert. Etwas später ging dann die Nachtsafari los. Jonas und ich bekamen einen Fluter in die Hand und die anderen 6 durften bei der Entdeckungsjagd mitsuchen. Diesmal ging es aber nicht in den Hluhluwe-Park, sondern in den nur 10 Minuten entfernten  iSimangaliso Wetland Park. Neben unzähligen Antilopen entdeckten wir eine ganze Büffelherde, die etwa 4 Meter von uns entfernt war. Das war unser Highlight - aber nicht als sie sich plötzlich bewegten und wir Panik hatten, das sie auf uns los rennen :D Selbst unser Fahrer hat kurz geschluckt und ist schnell weiter gefahren. Zudem haben wir auch Giraffen, Zebras, Hippos, Knus aus weiterer Entfernung gesehen. Leider keinen Elefanten und Löwen. Löwen hat der Park sowieso nicht gehabt. Die Nachtsafari war ziemlich schnell vorbei, aber hat viel Spaß gemacht - sehr zu empfehlen!

Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und checkten aus. Es ging nochmal in den iSimangaliso Wetland Park auf eigene Faust in Richtung an einer der schönsten Strände hier: Cape Vidal. Kilometerweiter fast weißer und sauberer Strand in einer traumhaften Kulisse. Dort war der Plan schnorcheln zu gehen, das für mich wiederum Premiere war. Leider waren die starken Wellen für mich ein zu großes Hinterniss und ich brach das Schnorcheln relativ schnell ab, wie ein paar weitere Mädels auch. Dafür hatten wir dann mehr Zeit an dem tollen Strand uns zu sonnen, bevor es später dann wieder in Richtung Durban ging. Zusammengefasst: Ein rundumgelungener Ausflug mit sehr viel Spaß und neuen Eindrücken sowie einer echt tollen Reisegruppe!

 

Hippo Bootstour Unser Safari Jeep Frühstück zur StärkungDie ersten Tierchen .. gefolgt von vielen weiteren.. teilweise sehr sehr nah oder auch etwas weiter weg Die Büffelherde der Nachtsafari Cape Vidal - richtig schön dort!!

 

Montag, 20.02.2017

2. Wochenendtrip: Drakensberge / Sanipass / Lesotho

Die Zeit hier vergeht wirklich wie im Nu und ich bin mittlerweile schon 3 Wochen hier. Um so viel wie möglich von Südafrika mitzunehmen ging es das Wochenende in die südlichen Drakensberge, die höchten Gebirge von Südafrika. Diesmal waren Lydia und ich nicht allein unterwegs, sondern schlossen uns 10 weiteren deutschen DHBW Studenten an. Zusammen mit einem 8er Mini Van und einem normalen Auto ging die Reise am Freitagmittag los. Allein die Hinfahrt war durch die große Gruppe amüsant und die 3 Stunden Fahrt fühlten sich wie 1 Stunde an. Angekommen in unserem Hostel wurde uns unser Schlafsaal gezeigt. Leider war dieser etwas abseits und nicht so schön wie das restliche Hostel. Dafür hatten wir am ersten Tag unsere Ruhe und alles für uns allein. Da wir noch ein bisschen Zeit für das Abendessen hatten, erkundeten wir die Gegend und wanderten auf einem nah gelegenen Berg. Man merkte die Luft wurde hier dünner und so kam ich auch mehr ins Schnaufen. Aber die Aussicht von oben hat sich definitiv gelohnt - wie ihr an den Bildern sehen könnt. (Das war ein kleiner Vorgeschmack zum Tag darauf, wo wir uns bei einer geführten Tour zum Sani Pass anmeldeten. Dabei handelt es sich um einen sehr holprigen und steilen Weg nach Lesotho und sollte NUR mit einem Allrad Wagen befahren werden.) Nach unserer kleinen Wanderung ging es zum Abendessen im Hostel. Normal ist dort immer Selbstversorgung, da wir aber ein Geburtstagskind dabei hatten entschlossen wir uns alle gemeinsam Abendessen zu gehen. Das Essen war wirklich sehr lecker und mal eine Abwechslung zu Burger, Pizza, Pasta & Co. das es eher in Durban gibt. Nach dem Abendessen und einer Einheit Tischtennis saßen wir in unserer Schlafsaalhütte zusammen und ließen ihn bei ein paar Bierchen und Gesellschaftsspielen schön ausklingen. 

Am nächsten Tag startete die gebuchte Sani Pass Tour bei traumhaften sonnigen Wetter. Nach einer kurzen Einweisung der zwei Führer teilten wir uns in zwei Landrovers auf. Da wir zu 12 waren aber nur 9 Leute pro Auto passen, sind Lydia, Ari und ich in den anderen Landrover gestiegen und lernten dort weitere sympatische 3 Deutsche, eine Holländerin, ein Franzose und eine Britin kennen. Nachdem alle eingestiegen waren, konnte die Tour beginnen. Ziemlich früh merkten wir, dass es sehr holprig wird und mit unserem Mietwagen die Strecke wirklich nie im Leben fahren sollten. Stuart (Little), unser Tourguide und Fahrer, war immer sehr bemüht und während der Fahrt viel über die Gegend zu erzählen und war sehr sympatisch. Auf dem Weg nach oben machten wir immer wieder Halt, um die Aussicht zu genießen und es auf Fotos fest zu halten. Uns wurde gesagt, dass man sich warme Klamotten mitnehmen sollte, da es umso kälter wird umso höher wir kommen. Das war bei der Hinfahrt definitiv nicht der Fall. Wir hatten wirklich viel Glück, dass die Sicht so klar und sonnig war - einfach traumhaft! Auf halber Strecke mussten wir bei einer Passkontrolle aus Südafrika ausreisen und nach Lesotho einreisen - so sammelte man weitere Stempel in seinem Reisepass ;). Oben auf dem Sanipass angekommen, merkte man das es schon kühler wurde aber immer noch angenehm. DIe Landschaft war nun nicht mehr so grün wie davor, hatte dennoch seinen Charme. Hier oben lebten sogar Menschen, die man aber nicht immer auf dem ersten Blick erkannte, da sie wirklich vermummt sind und auch anders aussehen als die Afrikaner. Es ist kaum vorstellbar, dass die Menschen hier teilweise ohne Strom und nur in Lehmhäusern leben - aber schließlich kennen sie es nicht anders. Dafür haben die Menschen dort wirklich ihre absolute Ruhe (abgesehen von den Landrovern). Allerdings leben dort oben gefühlt mehr Schafe als Menschen. Wir waren zu Gast in einem kleinen "Dorf", wo ganze 15 Menschen lebten. Viel haben sie wirklich nicht zum Leben und freuen sich auch, wenn die "Touris" ihnen etwas vom Essen abgeben. Autos haben sie natürlich auch nicht. Ihr Fortbewegungsmittel sind Pferde oder auch Esel. Es gibt Minibusse, die ab und zu in das Tal fahren und sie mitfahren können, aber auch nur um kurze Einkäufe zu erledigen. Das Leben dort ist für uns verwöhnten Europäer einfach unvorstellbar und wüssten nicht, was wir den ganzen Tag machen sollten. Aber wie gesagt, was man nicht kennt vermisst man nicht.  

Das Wetter ist dort oben ist wirklich sehr wechselhaft und so versteckte sich die Sonne hinter dicken Regenwolken und ich war froh, meine Regenjacke dabei zu haben. Bevor es aber nach unten wieder ging, kehrten wir in den höchsten Pub von Afrika ein. Da das Wetter immer schlechter wurde und es auch zu blitzen+donnern anfing, hielten wir uns im Pub nicht allzu lange auf und machten uns auf dem Weg nach unten. Die Fahrt zeigte, was Sonnenschein ausmacht und so war die Fahrt nach unten optisch ein wirklichker Kontrast zur Fahrt nach oben. Dennoch sind wir unten durch unseren super Fahrer Stuart gut angekommen und ließen es trotz strömenden Regen nicht nehmen ein Bild auf dem Dach des Autos zu machen, das eigentlich oben auf dem Sani Pass geplant war - in der Hoffnung, dass das Wetter unten wieder besser wurde -. Pitschnass vom Weg von Auto zur Hütte machten wir uns frisch und kochten uns etwas zum Abendessen und quatschten noch mit unseren Mitfahrern und tauschten Erfahrungen und Kontakte aus. Alles in einem war der Ausflug mehr als gelungen, auch wenn uns am Ende ein Regenschauer dazwischen kam! 

Am Abend gesellten wir uns wieder zu dem Gesellschaftsspielen Wizzard (mittlerweile mein Lieblingsspiel hier :D) und Werwolf zusammen und ließen unseren letzten Abend ausklingen. Am nächsten Morgen erhofften wir, dass das Wetter wieder besser wird, um eine weitere Wanderung zu machen aber der Plan fiel im wahrsten Sinne ins Wasser. Eine Alternative in der Umgebung konnte man auch nicht wirklich machen, da alles wetterabhängig war. Nicht ganz passend zum Rest der Tour fuhren wir eben Richtung Durban zurück und legten einen größeren Stop in einer der größten Shopping Malls in Durban ein. Generell haben die Läden hier auch Sonntags auf, das ganz praktisch ist um ehrlich zu sein :D. Danach gingen wir alle erstmal nach Hause und machten uns frisch, wonach es dann gemeinsam als Abschluss zu einem indischen Restaurant ging, das zwar scharf aber sehr lecker war! 

  Fahrt kann los gehen! Erste kleine Wanderung Unser ganze Truppe :) Tolle Landschaft   Sani Pass Tour am nächsten Tag Einer der LehmhüttenEiner der Führer Unser Besuch im höchsten Pubs AfrikasLeider zogen sich Wolken auf....und es regnete nur in Strömen.. Laune war trotzdem gut. Das Bild auf dem Dach liegt mir noch nicht vor ;)  

Mittwoch, 08.02.2017

Unser Guesthouse

In diesem Eintrag möchte ich Euch ein kleinen Einblick in die Unterkunft hier geben, damit Ihr seht wie ich hier so Hause.  Zusammen mit 5 weiteren Mädels aus der DHBW wohne ich in einem Guesthouse in Durban, dass sich in Berea/Musgrave befindet. Optisch eine sicherer Gegend als Downtown, dennoch sind hier in jedem Haus Alarmanlagen und Mauern vor den Häusern - so auch bei uns. Mit 3 Alarmanlagen können wir Nachts mehr als beruhigt schlafen und auch außer Haus gehen. Bisher muss ich aber sagen, dass hier keinerlei Gefahr bestand, außer der Besuch von Kakerlaken und einem Affen im Haus. 

Unsere Vermieterin und auch Guestmum Barbara und unserer Hausfrau Tantie kümmern sich um die Sauberkeit hier und das wir uns wohl fühlen. Vier Mädels von uns haben im Haupthaus unser eigenes Zimmer. Dazu gibt es noch im Garten ein Cottage, indem die anderen 2 Mädels wohnen. Das Haus ist auf alle Fälle sehr schön und gerade mit einem Pool im Garten für den Sommer perfekt. Ja richtig - wir haben hier gerade Sommer mit Temperaturen um die 30 Grad. Da sich Südafrika im selben Längengrad befindet, haben wir nur eine Zeitverschiebung von + 1 Stunde und Ende März nach eurer Zeitumstellung sind wir wieder gleich. 

Direkt die Straße runter befindet sich eine große Mall, in der sich auch ein Supermarkt befindet - die hat sogar auch sonntags auf. Hier ist schon alles mehr europäisch als ich dachte und die Preise kommen (leider) auch eher an die deutschen Preise heran. Unsere Uni befindet sich etwa 20 Minuten zu Fuß entfernt. Aus Bequemlichkeit nehmen wir jedoch meist ein Uber XL und teilen es zu 6 auf. Der Hinweg zur Uni geht nur Bergab und kann man auch gut laufen. Allerdings geht der Rückweg dadurch nur nach oben und ist bei dementsprechendem Wetter sehr anstrengend. 

So hier noch ein paar Bilder vom Haus :-) 

Vordereingang Flur Wohnzimmer Wohnküche Mein Zimmerchen Unsere Terrasse mit der Monkeygun..falls mal wieder Affen zu Besuch sind Unser Pool :)

Dienstag, 07.02.2017

Unser 1. Unitag

Nachdem wir eine Woche nun hier in Durban sind, hatten wir heute nun unsere wirklich erste Vorlesung in Eventmanagement. Es war wieder eine Katastrophe den Raum zu finden und auch durch den morgendlichen Berufsverkehr etwas spät dran waren. Aber die Südafrikaner haben es hier nicht so mit der deutschen Pünktlichkeit und so waren wir wirklich perfekt in der Zeit und der Raum öffnete erst als wir ankamen. Zwischen 100 % einheimischen Dunkelhäutigen nahem wir 10 "Weiße" Platz. So hat man uns schon angesehen, dass wir Austauschstundenten sind, das übrigens auf der ganzen Uni (25.000 Studenten) ist. Wir mussten uns in der Klasse kurz vorstellen und dann ging es an die Klassensprecherwahl wie früher in der Schule, aber wir Deutschen wurden natürlich ausgelassen. Es war trotzdem sehr amüsant dabei zuzusehen. Unsere Dozentin in Eventmanagement ist wirklich sehr sympatisch gewesen und hat uns versucht zu integrieren. Wir dürfen höchstwahrscheinlich sogar auf ein Event mitgehen, aber näheres dazu wissen wir auch noch nicht. Da wir ja in Deutschland die Vertiefung Eventmanagement haben, fiel es uns einfacher mitzukommen. Die Vorlesung ging aber nicht wie angegeben 2 Stunden sondern begann eine halbe Stunde später und hörte eine halbe Stunde früher auf. Das kam uns auch gerade Recht, da wir für die nächste Vorlesung auf einen anderen Campus mussten und sich das zeitlich zieht. Es ist wirklich sehr mühsam hier jeden Raum zu finden, die Einheimischen helfen aber auch einem gerne weiter bzw. versuchen es. 

Trotzdem steht unsere Kurswahl immer noch nicht ganz fest und es ist wirklich nervig überrall in jedes Department zu laufen und Glück zu haben, ob der Dozent da ist. Ein paar Kurse stehen auch schon fest, in denen für als Prüfungsleistung Hausarbeiten schreiben müssen und nun auch schon beginnen können. Ich bin ganz froh, wenn das die nächsten Tage / Woche endlich fix ist und unsere Freizeit hier mehr planen können.

 Meine erste Vorlesung Einblick in die Vorlesung

Montag, 06.02.2017

Unser 1. Wochenendtrip an die Südküste

Da Lydia und ich nicht lange warten wollten unseren ersten Trip zu machen, haben wir uns für ein Wochenende ein Auto gemietet und sind Richtung Süden an der South Coast entlang gefahren mit dem Ziel zum Oribi Gorge Nature Reserve. Das Wetter war von heiter bis wolkig. Aber nun ging es erstmal daran sich an den Linksverkehr hier zu gewöhnen. Anders als gedacht, ging dies ziemlich schnell. Mehr Probleme hatten wir beim Verkehr in Durban - ein reines Chaos. Umso glücklicher waren wir als wir dann auf der Autobahn in Richtung Süden waren. Der Oribi Gorge lag etwa 2 Stunden von Durban entfernt. Da die Autobahn ziemlich nah an der Küste entlang ging, legten wir an einem "verlassenen" Strand eine Pause ein. Der Strand war wirklich sehr schön und unberührt in einem kleinen Ort gelegen. Wir trafen hier lediglich eine ältere Männergruppe, die sich mehrmals im Jahr aus ganz Südafrika für ein Wochenende treffen und sich aus der Schulzeit kennen - eigentlich ganz süß, dass das so viele Jahre aufrecht erhalten ist. Einer davon hatte auch Geburtstag und wollten uns zum Essen einladen. Das lehnten wir aber dankend ab, da wir noch ein bisschen vorsichtig sind und auch nicht bei Dunkelheit in unserem Hostel ankommen wollten. Bei diesem Zwischenstopp holten wir uns auch einen leichten Sonnenbrand ein, obwohl es eher bewölkt war. Die Sonne hier ist sehr aggressiv und man sollte sich wirklich immer eincremen, sonst wird man eben eines besseren belehrt ;) 

Danach ging die Reise weiter und wir trafen auf der Straße unsere ersten Affen, ganz normal hier anscheinend :D Auf der Autobahn liefen links und rechts auch immer mal wieder Einheimische bzw. verkauften auch Obst. Hier darf man zwar nur höchstens 120 km/h fahren, dennoch finde ich das etwas gefährlich. Die meisten von ihnen erhoffen sich auf eine Mitfahrgelegenheit oder warteten auf die Minibusse (Taxis), die es hier im Umkreis wie Sand am Meer ging. Uns wurde aber abgeraten diese zu benutzen, da es sehr gefährlich sein kann und man auch nicht wirklich weiß, wohin die fahren. Die Minibusse stehen auch immer vor der Uni und sind durch ihre laute Musik nicht zu überhören - erscheint eher wie ein kleiner Partybus der Einheimischen :D Wenn ich dazu Bilder habe stelle ich die auch noch rein. 

Ja zurück zur Reise. Lydia und ich kamen ziemlich gut voran und haben uns nach einem freien Hostel umgeschaut und das erste hatte direkt noch ein freies Zimmer. Um ehrlich zu sein waren dort nur wir und ein weiteres deutsches älters Ehepaar. Mit denen haben wir uns abends noch zusammen gesetzt und ein paar Tipps geholt, da die seit 20 Jahren schon ein Haus in Südafrika haben und immer wieder hier Urlaub machen. War auf alle Fälle sehr schön und gesselig! Als wir schlafen gehen wollten überraschten uns ein paar Gekos im Zimmer. Dagegen kann man laut Hostelbesitzer aber nichts machen und wurden beruhigt, dass diese nicht beißen und nur an der Wand herum schleichen. Unser Zimmer war sehr cool im afrikanischen Stil - seht auf den Bildern :)

Am nächsten Morgen ging es dann in den Oribi Park zum Zip Lining mit über 4 KM auf 18 Bahnen verteilt. Da ich es schon in Peru gemacht habe, war es für mich jetzt kein neues Erlebnis aber dennoch wieder mega cool. Am Anfang bedarf es immer etwas Überwindung da es unter einem gefühlt 400 Meter nach unten geht, aber man weiß ja, dass man sicher befestigt ist und nichts passieren kann. Genauso lustig war die Fahrt von Endpunkt zum Startpunkt, die ziemlich steil zuging. 

Nach dem Zip Lining fuhren wir so noch etwas im Park herum. Leider sahen wir nicht viele Tiere, ein paar Zebras von sehr weiter Entfernung, Büffel, Affen und Oribis. Die Straße war mehr als Off Road und mit unserem kleinen süßen KIA als Mietwagen dachte ich wirklich, er zerfällt gleich in alle Teile. Aber ging ja alles gut - Lydia beruhigte mich in der Hinsicht ;-)

So kehrten wir auf den Abend in unser nächstes Hostel ein, das ebefalls sehr toll war. Die Hostels haben wir aus dem Büchchen "Coast to Coast" entnommen, das gerade bei Backpacker beliebt ist. Das Hostel befand sich direkt am Strand, den wir leider nicht nutzen konnten, da es dann zu regnen begann und am nächsten Tag nicht aufhörte. Am Abend saßen wir mit den anderen Hostelbesucher gemütlich zusammen und tauschten unsere bisherige Erfahrungen aus bzw. holten uns hier wieder Tipps. Unter den Hostelbesucher war beispielsweise ein Pärchen aus Portugal, das seit 4 Wochen eine Rundreise hier macht oder auch Einheimische von hier. Es war mit Reggae Musik und ein zwei Gläschen Wein auf alle Fälle sehr chillig hier :-) 

Am Tag darauf waren wir ziemlich enttäuscht, da der Regen nicht aufhörte und wir eigentlich wandern wollten. Wir versuchten wieder in den Oribi Gorge zu fahren und hofften dort auf besseres Wetter, das leider nicht der Fall war. Trotzdem haben wir unser Auto abgestellt, uns eine Karte geholt und haben uns für die 10 KM Strecke entschieden. Der Regen wurde leider immer stärker und ihr könnt euch ja vorstellen, wie wir am Ende aussahen. Es war aber eher ein Nieselregen, von daher auch nicht ganz so schlimm - immerhin besser als 30 Grad bei Sonne zu laufen. Der Weg an sich war auch kein typischer Wanderweg, sondern bestand aus viel "klettern". Der versprochene Wasserfall auf der Karte entpuppte sich auch als eher klein und Tiere haben wir leider auch keine gesehen. Naja, trotzdem hat sich insgesamt das ganze Wochenende gelohnt und sind glücklich nach Hause von unserem ersten Wochenend Trip gefahren! :) 

  Nicole total von Off Road Straße begeistert Tolle Landschaft ! Immer noch seltsam, dass rechts der Fahrer und links der Beifahrer sitzt Unsere erste Tierentdeckung Zip Lining Zip Lining War die längste Bahn mit ordentlich Speed :) Zip Lining Top Wetter :D Die tolle Aussicht muss man sich jetzt noch mit Sonne vorstellen ;)   

Freitag, 03.02.2017

Gut angekommen - meine ersten Tage :-)

Mein Flug startete um 20:30 Uhr in Frankfurt mit Emirates (Premiere für mich) und hatte nach 6,5 Stunden Flug einen Zwischenstopp in Dubai. Dubai hat aktuell eine Zeitverschiebung von 3 Stunden, daher war es für mich statt 6:00  Uhr Ortszeit  gefühlt 3:00 Uhr morgens - dementsprechend müde war ich und konnte leider auch nicht wirklich schlafen. Dubai selbst habe ich nur von oben aus dem Flieger sehen können, da 4 Stunden Aufenthalt zu wenig waren um in die Stadt zu fahren. Im Flugzeug hatte ich immer nette und offene Nebensitzer und zum Glück ein Platz dazwischen frei, so dass es nicht so eng war. Nachdem es weiter nach Durban ging und ich dort angekommen bin ging es zunächst an die Immigration - die sich etwas in die Länge zog und ich Angst hatte, dass mein besteller Fahrer von der Uni nicht mehr da ist. Nachdem ich mein Stempel bekam und auch mein Koffer gefunden hatte musste ich zum Abschluss leider auch noch durch den Zoll bevor ich endlich raus durfte. Dort wurde meine Befürchtung wahr und es stand leider kein Mensch mit meinem Namensschild da und ich fühlte mich ohne Handyemfpang zunächst alleine und in Stich gelassen. Zum Glück traf ich ein paar andere DHBW Studenten, die auch mit dem Flieger angekommen sind. Nachdem ich immer wieder nach dem Fahrer schaute und nach 2 Stunden immer noch keiner da war, habe ich mit den anderen deutschen ein Taxi geteilt und bin zu später Stunde endlich in meiner Unterkunft angekommen. Wie ihr lesen könnt, ein etwas holpriger Start :-(

Umso besser und herzlicher war die Ankunft hier im Guesthouse. Hier wohnen neben mir noch 5 weitere deutsche Studentinnen aus der DHBW. Unsere Vermieterin Barbara, die sich selbst als unsere "Guestmami" bezeichnet hat mir extra noch ein typisch südafrikanisches Abendessen namens "Bunny Chow" geholt - sehr sehr lieb und lecker. Nachdem wir alle noch ein bisschen geplaudert haben und ich mein Zimmer noch bezog ging es solangsam auch ins Bettchen, da der lange Flug anstrengend war.

Am nächsten Morgen hat Barbara mich und Lydia (studiert im selben Kurs wie ich) uns abgeholt, da die anderen Mädels bereits ein Tag vorher angereist sind. Zusammen mit Barbaras Auto sind wir in die nicht weit entfernte Musgrave Mall gefahren, das ist ein typisches Einkaufscenter wie bei uns in Deutschland. Dort hat sie uns zur Bank gebracht, an der wir sicher Geld abheben konnten. Danach ging es in einen Supermarkt in der Mall, so dass Lydia und ich erst einmal ein paar Grundlagen einkaufen konnten. Schnell haben wir aber festgestellt, dass die Preise ziemlich den deutschen Preise nahe kommen - leider. Jede Kasse besteht aus einer Kassierin und einer Frau, die die gekaufte Ware in Tüten für einen einpackt - auch neu für uns. Nachdem wir alles eingepackt haben und es in Barbaras Auto verstaut hatten, sind wir wieder nach Hause gefahren um alles in den Kühlschrank zu packen. Danach war Barbara so lieb und fuhr uns zum Strand, der zu Fuß viel zu weit entfernt liegt und die durchquerenden Vierteln nicht die sichersten wären. Generell ist hier als Fortbewegungsmittel "Uber" das Beste, dabei handelt es sich um eine App in der man ein Taxi bestellen kann und gleich sein Zielort angibt. Bei den "Taxis" handelt es sich um private Autofahrer, die ebenso die Uber App haben und je nach Standort dann deine Fahrtanfrage annehmen können und dich abholen. Auf der App kann man dann erstens den Preis sehen und zweitens auch die Route die er fährt und welches Auto kommen wird - das ist ganz praktisch so kann man ganz auf der sicheren Seite sein und nach meinen ersten Erfahrungen ist das ganze auch sehr sicher. 

Am Strand angekommen hat uns Barbara zu den anderen Mädels aus unserem Haus gebracht, da sie ja schon eingekauft hatten. Die Promenade von Durban ist ganz nett, aber habe auch schon schönere gesehen. Ebenso der Strand ist ein typischer Stadtstrand. Der Strand ist nicht der säuberste, dafür das Meer aber sauber. Hier haben wir uns dann auch direkt erstmal unseren ersten Sonnenbrand eingefangen - es ist ja schließlich auch ein sehr großer Schock von Minustemperaturen in Deutschland zu Hitzewellen in Durban ;-) Aktuell ist hier Sommer, also immer die umgekehrte Jahreszeit zu Deutschland. Ab April wird es dann langsam etwas "kühler" und geht in den Herbst hinüber. Nach Aussagen von einem Taxifahrer sind die Wintertemperaturen hier bei 10-15 Grad und für sie relevativ kalt :D Nach Hause sind wir dann mit Uber gefahren, hier hatte ich meine erste Erfahrung und war sehr positiv überrascht über die Abwicklung und fühlte mich mehr als sicher. Zu Hause überlegten Lydia und ich was für ein Trip wir am Wochenende machen könnten und recherchierten ein wenig. Abends bereiteten wir uns dann auf die Uni am nächsten Tag vor, wo ein Orientierungstag statt finden sollte. 

Der Orientierungstag verlieft am nächsten Tag leider etwas sehr chaotisch. An dem Tag sahen und betraten wir auch das erste Mal die Uni. Die Uni ist sehr groß und besteht aus mehreren Häuserblocken, so das man am Anfang ersteinmal aufgeschmissen ist, wo man hin soll. Nette Angestellte erkannten an unserer Hautfarben direkt, das wir Austauschstudenten sind und halfen uns freundlich weiter. An der Uni sind wirklich nur dunkelhäutige Menschen unterwegs und man fällt sehr auf - das ich aber nicht negativ klingen soll. Wir mussten für den Orientierungstag in ein Raum neben dem International Office, das zuständig für uns Austauschschüler ist. Das Resultat aus 4 Stunden war ein nicht klimatisierter Raum, viel Warten und nur organisatorisches, das eigentlich im Vorfeld schon ausgefüllt wurde. Danach gab es einen kleinen Rundgang auf dem Campusgelände und es wurde uns gezeigt, wo man die Studiengebühren zahlen kann. Selbst hier ist das alles in einem extra Raum abgesichert und wird extra mit Security Menschen bewacht. Nachdem wir das absolvierten, haben wir versucht schon einige Stundenpläne von unseren Dozenten zu erlangen. Leider war das alles mehr als chaotisch, da die Uni offiziell erst am Montag begann und auch noch nich viele Stundenpläne vorhanden waren. Es ist hier nicht wie in Deutschland, dass man die Pläne einfach online in das Internet für alle stellt sondern man von A nach C zurück nach B und so weiter sich durchkämpfen muss. Etwas erfolglos und ziemlich genervt sind wir dann auch wieder nach Hause gefahren. Wir sind eben  zu verwöhnt von der DHBW was das Thema betrifft ;-) Am Abend haben Lydia und ich uns einen Mietwagen gebucht und werden die das Wochenende an die Südküste fahren, da die Uni erst ab Montag beginnt :-) 

   Strand mit Stadion von WM 2010 im Hintergrund